Bd. I · Mai MMXXVI Manifest · seit MMXXVI ·
Manifest Magazin für Content-Management, DXP und Composable Web-Architektur — Bd. I —
Über das Magazin

Manifest — was zwischen Inhalt und Rendering tatsächlich passiert.

Manifest ist ein deutschsprachiges Magazin für Content-Management, Digital-Experience-Platforms und Composable Web-Architektur im DACH-Raum. Wir schreiben für Web-Entwickler:innen mit CMS-Schwerpunkt, für Content-Architekt:innen in Großunternehmen und Behörden, für Frontend-Entwickler:innen mit Headless-CMS-Praxis, für Digital-Experience- Manager:innen, für Web-Agenturen-Mitarbeitende, für Verlags- und Medien-Tech-Praktiker:innen, für Public-Sector-Web-Verantwortliche, für Hochschul-Webmaster:innen, für Composable-Architektur- Berater:innen, für CMS-Migrations-Projektleitende. Acht Ressorts, eine konsequente Haltung: CMS ist angewandte Software-Architektur an der Schnittstelle zwischen Redaktion und Render-Layer — keine Lobby-Bühne und kein Vendor-Lock-in-Skandal-Theater.

Acht Ressorts — CMS-Stack, Headless, Architektur, DXP, Frontend, Editorial Workflow, Migration, Open Source vs. Enterprise — bilden das Gerüst, in dem wir kontinuierlich publizieren. Nicht jede Ausgabe füllt alle acht Felder. Manchmal verdichten sich drei Texte um eine einzelne TYPO3-Major-Release-Bilanz, manchmal hängt ein ganzer Band an einer Drupal-7-EOL-Aufarbeitung. Die aktuelle Mai-2026-Ausgabe markiert den Eröffnungsband, mit Schwerpunkt auf der TYPO3-13.4-LTS-Sechs-Monats-Bilanz und einer Strapi-5-Stable-Stand-Anmerkung als programmatischem Auftakt.

Was uns inhaltlich interessiert, ist die Spannung zwischen CMS-Versprechen und Architektur-Realität. Die MACH-Architektur-Initiative seit 2020 hat das Vokabular einer ganzen Industrie verändert (Microservices, API-first, Cloud-native, Headless als die vier Lobby-Säulen), und die Praxis fragt seitdem, was davon technische Substanz und was Verkaufs-Diskurs ist. TYPO3 hat sich mit der Version 13.4 LTS seit November 2024 als der stabile DACH-CMS-Standard für die nächsten drei Jahre positioniert. Drupal 11 hat mit dem Recipe-System für Distributionen ein neues Verteil-Konzept etabliert. Ibexa DXP (der eZ-Publish-Nachfolger seit 2020) hält im skandinavisch-deutschen Raum seine Position als Open-Source-Alternative zu Adobe Experience Manager und Sitecore. Die Headless- CMS-Welle hat Strapi 5 als Open-Source-Standard im Node-Stack etabliert, Sanity hat Real-time- Schema-Editing als Differenzierung gefunden, Storyblok hat den Visual-Editor-Schwerpunkt geprägt. Wir behandeln CMS als das, was es ist — präzise Software-Architektur mit redaktioneller Schnittstelle. Wir würdigen die Architektur und prüfen die Versprechen gleichzeitig.

Geschrieben ist Manifest für Web-Entwickler:innen mit CMS-Schwerpunkt, die ihre tägliche Architektur-Entscheidung reflektieren wollen; für Content-Architekt:innen, die zwischen Content-Modeling-Theorie und Editorial- Realität navigieren; für Frontend-Entwickler:innen mit Headless-CMS-Praxis, die zwischen Next.js und Astro und SvelteKit wählen; für Web-Agenturen-Mitarbeitende, die Kunden-Stack-Entscheidungen mit dem aktuellen Stand der Disziplin abgleichen; für Public-Sector-Web-Verantwortliche, die zwischen TYPO3-Standard und Migrationsdruck stehen; und für CMS-Migrations-Projektleitende, deren Pflicht es ist, die Stack-Wende zum kontrollierten Risiko zu machen.

Gastbeiträge

Manifest nimmt Gastbeiträge an. Wer einen Text aus der CMS-Architektur-Praxis geschrieben hat — Stack-Tiefenbohrung, DXP-Bilanz, Headless-Migration-Bericht, Composable-Architektur-Erklärstück, Frontend-Konsumenten-Anmerkung, Editorial-Workflow-Reflexion, Lizenz- und TCO-Analyse — und ihn bei uns sehen möchte, schickt eine Schreibprobe an [email protected]. Wir antworten in der Regel innerhalb einer Woche. Kürze ist kein Nachteil, ein lauffähiges Schema-Beispiel mit konkretem CMS-Versions-Bezug sagt mehr als drei Absätze Prosa, und wer mit konkreten Web-Vitals- Messwerten statt mit „performant" arbeitet, hat schon gewonnen.

Eine gute Architektur-Reflexion ist die, in der am Ende klar ist, welches Content-Modell den Editorial-Anforderungen genügt, welcher Render-Pfad dem Frontend dient und welches Lizenz-Modell die Total-Cost-of-Ownership prägt. Wir nehmen die Trade-Offs ernst.